Künstliche Besamung bei Bienen

Auf Grund des schlecht kontrollierbaren Paarungsverhaltens der Bienen (10 m Höhe, mehrere Drohnen) war für die gezielte Bienenzucht die Entwicklung von Techniken zur künstlichen Besamung der Bienen notwendig. Winterfestigkeit, gute Volksstärke, Sanftmut, schwacher Schwarmtrieb, Widerstandskraft gegen Krankheiten und gute Honigleistung sind die Parameter der Zuchtwertschätzung bei Bienen.

7 bis 12 gut genährte, geschlechtsreife Drohnen werden für die Besamung einer Königin benötigt. Bei der Ejakulation bildet sich ein 1,7 µl großer Spermatropfen, der mit einer Pipette aufgezogen wird (Abb. 1). Die 5 bis 10 Tage alte Königin wird narkotisiert, im so genannten „Weiselhalter“ (Abb. 2) fixiert und mittels der Pipette wird das Spermagemisch appliziert.

 
Abb. 1   Abb. 2