Chronische Paralyse

Kurzinfo
Erkrankung / Ursache Chronische Paralyse (Chronisches Paralyse-Virus, CPV, virusbedingte Schwarzsucht)
Nachweis
Symptomatik Haarverlust, Bienenkörper erscheint schwarz
Behandlung Meist Selbstheilung

Die chronische Paralyse ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung der Bienen. Die Infektion erfolgt über die Nahrung oder Wunden. Auch eine Infektion der Brut kann über das Futter erfolgen, in den Larven kann sich das Virus jedoch nicht vermehren. In den erwachsenen Bienen hängt die Vermehrungsgeschwindigkeit von der Temperatur ab. Unterhalb der Bruttemperatur verbreitet sich das Virus am schnellsten. Wesentlich für den Ausbruch der Paralyse ist auch die Tatsache, wenn Bienen längere Zeit im Stock zusammengedrängt sind bzw. deren Ausflug durch Schlechtwetterperioden oder Zeiten mit fehlender Tracht gehindert oder eingeschränkt ist.

Infizierte Bienen sterben meist nach 10-12 Tagen. Die Krankheit wird jedoch in vielen Fällen nicht erkannt, selbst wenn 30% der Bienen erkrankt sind, da die meisten infizierten Bienen während des Fluges sterben. Häufig kommt es selbst bei stark infizierten Völkern zur spontanen Selbstheilung. Bei einseitigen Trachten und bei hoher Bienendichte sind ein Verlassen der Gebiete und ein Anwandern solcher mit guter Pollen- und Nektartracht in Erwägung zu ziehen. Dies fördert einerseits den Bienenumsatz, andererseits die Flugaktivität der Bienen.

In besonders schweren Fällen kann ein Kunstschwarm mit im Brutschrank geschlüpfter Brut gebildet werden oder aber die entnommene Brut kann einem nicht infizierten Volk zugehangen werden. Nur sehr stark befallene Völker, die bereits übermäßig geschwächt sind, sollten abgetötet werden.