Ameisen

Kurzinfo
Erkrankung / Ursache Ameisen
Nachweis Mit bloßem Auge zu erkennen
Symptomatik Ameisenstraße im Bienenvolk, Beunruhigung des Volkes
Behandlung Mechanischer Schutz gegen Ameisen (z.B. Klebebänder)

Ameisen kümmern sich in der Regel wenig um Bienen. Bienenvölker können normalerweise direkt neben großen Ameisenkolonien stehen, ohne dass sie belästigt werden.  Es gibt sogar einige kleine Ameisenarten, die friedlich mit Bienen in einem Kasten wohnen. Sie können sich z.B. über der Abdeckfolie unter dem Deckel aufhalten und lagern hier auch ihre Puppen. Sie nutzen lediglich die natürliche Heizung des Bienenvolkes aus, dringen aber nicht in das Bienenvolk ein.

Zusammenstösse zwischen Bienen und Ameisen sind jedoch nicht unmöglich. Besonders die großen, hügelbauenden Formicaarten können den Bienen gefährlich werden. Dies ist weniger der Fall, wenn diese nur geschwächte oder tote Bienen erbeuten, da sie gelegentlich jedoch auch Honigvorräte und Brut rauben, können sie so erheblichen Schaden im Bienenvolk anrichten. Derartige Raubzüge von Ameisen deuten jedoch generell auf ein schwaches Volk hin, dessen Flugloch nur wenig bewacht wird.

Die große heimische Art der Rossameisen hat es weniger auf die Bienen und deren Vorräte als auf die Bienenwohnung abgesehen. Diese Ameisen nisten sich besonders gerne in doppelwandigen Beuten ein und zerstören die Isolierung und das Holz.

Die Bienenameisen, welche oft auch Spinnenameisen oder Ameisenwespen genannt werden, haben sich hingegen ganz auf ein Parasitendasein eingestellt. Sie kommen hauptsächlich in den südlicheren europäischen Ländern und nur gelegentlich in Deutschland vor. In der Regel leben sie in Hummelnestern, dringen jedoch auch vereinzelt in Bienenstöcke ein, wo eine einzelne Bienenameise schon ein regelrechtes Blutbad anrichten kann, um an Honig und Drüsensekrete der Biene zu kommen. Die Ameisenweibchen legen zudem ihre Eier in den Brutzellen ab, wo die schlüpfenden Larven sich von der Bienenbrut ernähren. Die Bienenameise hält sich hauptsächlich am Boden auf, und kann demnach mühelos in ebenerdig aufgestellte Bienenvölker eindringen. Hierzulande ist die Gefahr durch die Bienenameise jedoch eher als gering einzustufen.

Als Maßnahme gegen Ameisen sind  mechanische Schutzvorrichtungen zu empfehlen. Hierunter fallen zum Beispiel ein aufbocken der Bienenstöcke sowie Bestreichen der Pfosten mit verschiedenen Mitteln welche die Ameisen an einem Eindringen in den Bienenstock hindern, wie z.B. Raupenleim oder Nelkenöl.

 
Rossameise   Bienenameise