Perizin® (Nicht mehr im Handel erhältlich)

Hochwirksam gegen Varroamilben

Der Wirkstoff in Perizin®, Coumafos, gehört zur Gruppe der organischen Phosphorsäureester. Durch Störung der Reizübertragung im Nervensystem führt Perizin® zu einer Lähmung und zum sicheren Tod der Varroamilbe. Die Wirksamkeit von Coumafos auf Varroen wurde schon vor mehr als 20 Jahren entdeckt, woraufhin das Medikament Perizin® speziell für Bienen entwickelt wurde.

Dank seiner hohen Wirksamkeit lässt sich Perizin® besonders niedrig dosieren. Das ist nicht nur gut für den Imker, sondern auch gut für die Bienen. Perizin® ist ungefährlich für die Bienen und sicher tödlich für die Varroamilben. Bereits kurze Zeit nach der Anwendung ist das gesamte Volk praktisch varroafrei.

Die Behandlung tötet die Milben im Volk zuverlässig. Das Medikament wird einfach über die Bienen geträufelt, und diese geben den Wirkstoff im Rahmen ihrer Sozialkette ganz automatisch weiter. So sind die Varroamilben nach wenigen Tagen vernichtet.

Perizin lässt sich erfolgreich während des gesamten Bienenjahres einsetzen.

Im Frühjahr sorgt es dafür, dass Schwärme und Kunstschwärme ein neues varroafreies Bienenvolk bilden können. Hier werden je nach Größe des Schwarms 30 – 50 ml Perizin im Schwarm verteilt.

Zunächst träufelt man die Hälfte der Lösung auf den Schwarm. Dieser wird dann geschüttelt und nach Bildung einer neuen Schwarmtraube mit dem Rest der Lösung behandelt.

Im Spätsommer nach der Honigernte erfolgt die Behandlung mit Perizin am „nackten Volk“ und zwar in zwei Schritten.

1. Die adulten Bienen

Die adulten Bienen werden mit Wasser besprüht und fast vollständig von allen Rähmchen in einen Hobbock abgefegt. (Sicherheitshalber die Königin vorher abfangen)

Dieser Kunstschwarm wird mit Perizin behandelt und zusammen mit der Königin auf neue Mittelwände und frisch ausgeschleuderte Honigwaben gesetzt.

Jetzt müssen Sie die varroafreien Bienen nur noch auffüttern.

1. Die Brutwaben

Die Brutwaben (von mehreren Völkern) werden mit den wenigen noch ansitzenden Pflegebienen in eine so genannte Brutscheune gegeben und an einen anderen Standort verbracht. Die Brutscheune sollte 2 bis 3 Tage verschlossen sein. Wenn genügend Jungbienen geschlüpft sind bitte nur ein kleines Flugloch öffnen. Beide Maßnahmen schützen die Brutscheune vor Räuberei.

Nach dem Schlupf der letzten Biene (max. 24 Tage) versetzen sie die Brutscheune ein kleines Stück und stellen auf den alten Platz der Brutscheune eine leere Beute. Dort hinein fegen sie jetzt alle Bienen aus der Brutscheune (Flugbienen finden allein ihren Weg) und behandeln diesen Kunstschwarm ebenfalls mit Perizin.

Diese Bienenmassen können Sie jetzt entweder wieder mit den alten Völkern vereinigen oder für neue Völker verwenden.

Tipp: Junge Weiseln aus der Brutscheune

Da die Bienen in der Brutscheune weisellos sind werden sie aus der jüngsten Brut Nachschaffungszellen ziehen. Diese können Sie für neue Völker verwenden oder wenn Sie es nicht möchten (kein Bedarf, zu späte Jahreszeit) ausbrechen.

Im Winter(Ende November, Anfang Dezember) ist Perizin das ideale Mittel um die Winter-bienen vor der Varroa zu schützen. Das Perizin wird mit warmen Wasser gemischt und von oben in auf das Volk geträufelt. Bei einem Zwei-Zargen-Volk wird die obere Zarge auf einer Seite etwas angehoben und eine Hälfte vom Perizin in den Winterkugel geträufelt. Der Rest wird in der oberen Zarge auf das Volk gegeben. So können Ihre Bienen varroafrei ins neue Jahr starten.

Anmerkung: Die Andwendung von Tierarzneimitteln an lebensmittelliefernden Tieren
muss laut der "Verordnung über Nachweispflichten für Arzneimittel, die zur
Anwendung bei Tieren bestimmt sind" in einem Bestandsbuch dokumentiert werden.
Hier können sie das Bestandsbuch herunterladen oder bestellen.

 

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