Bienengift

Bienengift wird von den weiblichen Bienen (Arbeiterinnen und Königin) ab dem Alter von 14 Tagen in der Giftdrüse produziert und in der Giftblase (0,3 mg/Biene) gespeichert. Der Bienenstachel besteht aus zwei Stechborsten, die in einer Stachelrinne verlaufen und in ihrem Zentrum einen Kanal bilden, durch den das Gift fließt. Die Stechborsten können wie zwei Sägemesser gegeneinander bewegt werden. Bei einem Bienenstich in Säugetierhaut reißt die Giftblase aus der Biene und ein Muskel pumpt das Gift in den „Feind“. Außerdem markieren Alarm-Duftstoffe das „Ziel“ und animieren andere Bienen zum Angriff auf den Feind. Bienengift wird in der Medizin zum Beispiel bei Rheuma eingesetzt. Die Gewinnung erfolgt mittels mechanischer oder elektrischer Reizung der Bienen, die sie stimuliert, das Gift abzuspritzen.