Vom Nektar zum Honig

Nektar ist der zuckerreiche Saft, der von den Nektarien der Blütenpflanzen (Abb. 1) abgesondert wird und aus dem Blütenhonig produziert wird. Honigtau bezeichnet die zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte von Insekten (Blattläusen, Abb. 2), die auf diesen Pflanzen von deren Siebröhrensaft leben. Aus Honigtau stellen die Bienen den so genannten „Blatthonig“ (zum Beispiel Waldhonig) her.

Abb. 1 Abb. 2

Der Nektar oder Honigtau wird von den Bienen aufgenommen, in der Honigblase gesammelt, mit Speichel und Sekreten durchmischt, eingedickt und fermentiert (Laktobazillen) und dann in die Waben eingelagert. Ist dieser Vorgang der Reifung abgeschlossen, so werden die Wabenzellen mit einer dünnen Wachsschicht verschlossen (Abb. 3) und der Honig ist fertig. Honig ist der Energielieferant für die Bienen und stellt ein wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen dar. Er unterliegt dabei der Qualitätskontrolle durch den Tierarzt. Die Gewinnung des Honigs erfolgt durch Schleudern der Waben (Abb. 4) und anschließendes Sieben und Rühren des Honigs. Letzteres sorgt für die gewünschte Konsistenz des Honigs.

Abb. 3 Abb. 4

Zu den lebensmittelrechtlichen Qualitätsmerkmalen zählt zum Beispiel ein Wassergehalt unter 20%, der mittels eines Refraktometers (Abb. 5) gemessen wird. Die sensorische Qualitätsbeurteilung umfasst Farbe (Abb. 6), Konsistenz, Geruch und Geschmack des Honigs.

Abb. 5 Abb. 6