Pollen und Blütenstaub

Pollen sind die männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen. Zahlreiche Pflanzen haben sich auf eine Bestäubung durch Tiere spezialisiert.


Abb. 1

Pollen, der beim Nektarsammeln am Körper der Biene hängen bleibt, wird von der Biene abgebürstet und mit Speichel vermengt als so genannte „Höschen“ am Hinterbein befestigt (Abb. 1), in den Bienenstand transportiert und in den Waben deponiert. Bis zu 4 Mio. Pollenkörner werden je Sammelflug gesammelt. Der Pollen wird um das Brutnest herum eingelagert, da er als Proteinlieferant vor allem für die Aufzucht der Brut benötigt wird.

Die Wabenzelle wird mit Honig aufgefüllt, so dass die Enzyme des Honigs den Pollen fermentieren. Es entsteht das so genannte „Bienenbrot“. Die Mischung aus Pollen, Honig und Wachs wird als Ambrosia, die Speise der Götter, bezeichnet! Pollen dient auf Grund seines hohen Eiweißgehaltes als Aufbaumittel bei allgemeiner Schwäche und wird zur Desensibilisierung bei Pollenallergikern eingesetzt. Die Gewinnung von Pollen erfolgt durch Gitter am Flugloch, die die Pollenpäckchen von den Beinen der Bienen abstreifen.
Für die Bestimmung der Herkunft des Honigs wird unter anderem die Pollenanalyse herangezogen, da in jedem Honig auch geringe Mengen Pollen enthalten sind, und von der Form, Größe und Farbe des Pollens (Abb. 2 + 3) auf die Pflanze geschlossen werden kann, von der er stammt.


Abb. 2


Abb. 3